Alterssichtigkeit lasern lassen: Schwindende Sehkraft muss nicht sein
Kompetenz für komfortables Sehen im Alltag
Alterssichtigkeit oder auch Altersweitsichtigkeit (medizinisch: Presbyopie) gehört zu den häufigsten Sehschwächen, die wir im Laufe des Lebens entwickeln. Betroffene bemerken meist, dass das Lesen kleiner Texte oder das Erkennen von Details in der Nähe zunehmend schwieriger wird. Bücher, Smartphones oder Speisekarten erscheinen verschwommen, während die Sicht in die Ferne häufig noch vergleichsweise gut funktioniert. Typische Begleiterscheinungen sind angestrengte Augen, Kopfschmerzen oder rasche Ermüdung beim Lesen.
Veränderungen im Alltag schleichen sich langsam ein und mit zunehmendem Alter wird das Lesen immer anstrengender. Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor: Man hält das Smartphone weiter vom Gesicht entfernt, sucht nach besserem Licht oder greift häufiger zur Lesebrille. Auch das Wechseln verschiedener Brillen ist ein typisches Signal. Überzeugte Brillenträger entscheiden sich in dieser Phase für eine Gleitsichtbrille.
Sollten Sie nun darüber nachdenken, Ihre Augen lasern zu lassen? Ja, denn moderne Verfahren der refraktiven Chirurgie können hier helfen und bieten heute verschiedene Möglichkeiten, altersbedingte Veränderungen der Sehkraft gezielt zu korrigieren. Ziel ist es, die Sehqualität zu verbessern und den Alltag möglichst unabhängig von Brille oder Kontaktlinsen zu gestalten.
Was ist Alterssichtigkeit genau und wie entsteht sie?
Alterssichtigkeit entsteht durch natürliche Veränderungen der Augenlinse im Laufe des Lebens. Mit zunehmendem Alter verliert die Linse an Elastizität und kann ihre Form nicht mehr so flexibel anpassen wie in jungen Jahren. Dadurch fällt es dem Auge zunehmend schwerer, nahe Objekte scharf zu stellen.
Mehrere physiologische Faktoren spielen dabei eine Rolle:
Nachlassende Elastizität der Augenlinse
Die häufigste Ursache der Presbyopie ist die altersbedingte Verhärtung der natürlichen Linse. Während sie in jungen Jahren ihre Form schnell verändern kann, nimmt diese Beweglichkeit im Laufe der Zeit ab. Dadurch wird es schwieriger, die notwendige Brechkraft für das Sehen in der Nähe aufzubauen.
Dieser Prozess ist eine normale Entwicklung des Auges und betrifft nahezu alle Menschen ab einem bestimmten Lebensalter.
Veränderungen im Zusammenspiel der Augenstrukturen
Neben der Linse spielt auch das Zusammenspiel zwischen Linse, Zonulafasern und Ziliarmuskel eine Rolle. Wenn die Linse weniger flexibel wird, kann selbst ein aktiver Ziliarmuskel die nötige Formveränderung nicht mehr vollständig erreichen. Das führt dazu, dass nahe Objekte zunehmend unscharf erscheinen.
Zonulafasern und Ziliarmuskel helfen beim scharf sehen
Die Zonulafasern und der Ziliarmuskel sind zentrale Bestandteile des sogenannten Akkommodationsapparates des Auges. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Augenlinse ihre Form verändern kann, um Objekte in unterschiedlichen Entfernungen scharf abzubilden.
- Zonulafasern (auch Zonula ciliaris oder Linsenbänder) sind sehr feine, fadenartige Bindegewebsstrukturen. Sie verbinden die Augenlinse mit dem Ziliarkörper, einer ringförmigen Struktur im Inneren des Auges.
Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Linse im Auge zu aufzuhängen und zu stabilisieren. Gleichzeitig übertragen sie die Kräfte des Ziliarmuskels auf die Linse.
- Der Ziliarmuskel ist ein ringförmiger Muskel im Ziliarkörper, der die Spannung der Zonulafasern steuert. Er ist entscheidend für die Anpassung der Sehschärfe an unterschiedliche Entfernungen.
Kurz gesagt: Beim Blick in die Ferne ist der Ziliarmuskel entspannt, während er sich beim Blick in die Nähe zusammenzieht
Wie unterscheiden sich Altersweitsichtigkeit und Weitsichtigkeit?
Obwohl sich die Symptome ähneln, handelt es sich bei Alterssichtigkeit (Presbyopie) und Weitsichtigkeit (Hyperopie) um zwei unterschiedliche Sehschwächen: Beide führen häufig dazu, dass nahe Objekte schlechter erkannt werden, entstehen jedoch durch verschiedene Veränderungen im Auge.
Ursachen
Weitsichtigkeit (Hyperopie) entsteht durch eine anatomische Besonderheit des Auges. Häufig ist der Augapfel etwas zu kurz oder die Brechkraft von Hornhaut und Linse zu gering.
Alterssichtigkeit (Presbyopie) dagegen ist eine natürliche Veränderung im Laufe des Lebens. Hier liegt das Problem nicht in der Länge des Auges, sondern in der Augenlinse selbst.
Zeitpunkt des Auftretens
Ein weiterer Unterschied ist der Zeitpunkt, zu dem die Sehschwäche auftritt. Weitsichtigkeit kann bereits im Kindes- oder Jugendalter vorhanden sein und ist häufig genetisch bedingt.
Alterssichtigkeit entwickelt sich meist erst ab etwa 40 bis 45 Jahren, wenn die natürliche Anpassungsfähigkeit der Linse nachlässt.
Entwickeln sich beide Augen in der Regel parallel?
Ja, in den allermeisten Fällen entwickeln sich beide Augen weitgehend parallel, insbesondere bei Altersichtigkeit (Presbyopie). Leichte Unterschiede zwischen dem rechten und linken Auge sind möglich, z. B. durch vorherige Fehlsichtigkeiten wie Kurz- oder Weitsichtigkeit, kleine Hornhautunterschiede oder frühere Augenverletzungen.
Diagnosen und Behandlungsempfehlungen (Brille, Laser, Linsen-OP) berücksichtigen immer beide Augen, um ein harmonisches Sehen in Nah- und Fernsicht zu gewährleisten.
Monovision: In speziellen Fällen, wie bei monovisionalen Korrekturen oder bestimmten Linsenoperationen, wird gezielt ein Auge leicht anders korrigiert, um den Übergang zwischen Nah- und Fernsicht zu optimieren.
Warum lässt die Nahsicht im Alter nach?
In jungen Jahren kann das Auge seine Sehschärfe für unterschiedliche Entfernungen sehr schnell anpassen. Dieser Anpassungsmechanismus wird als Akkommodation bezeichnet.
Dabei verändert die Augenlinse ihre Krümmung, um Objekte in der Nähe scharf abzubilden. Mit zunehmendem Alter wird dieser Mechanismus jedoch eingeschränkt, weil die Linse immer weniger flexibel reagiert. Wie oben beschrieben, kann die Linse ihre Form nicht mehr so flexibel anpassen wie in jungen Jahren.
Die Folge: Das Auge benötigt mehr Abstand, um Texte oder kleine Details scharf wahrzunehmen. Viele Menschen merken dies daran, dass sie beim Lesen automatisch mehr Distanz zum Text schaffen oder eine stärkere Beleuchtung benötigen.
Dioptrien bei Alterssichtigkeit
Auch bei Alterssichtigkeit spielt die Dioptrienstärke (dpt) eine Rolle. Sie beschreibt, welche zusätzliche Brechkraft erforderlich ist, damit nahe Objekte wieder scharf auf der Netzhaut abgebildet werden können.
Bei Presbyopie werden Plus-Dioptrien für die Korrektur der Alterssichtigkeit angegeben, wie sie typischerweise bei Lesebrillen vorkommen.
Typische Werte entwickeln sich oft schrittweise im Laufe der Jahre:
- +1 dpt → beginnende Alterssichtigkeit
- +2 dpt → deutlich spürbare Einschränkung beim Lesen
- +3 dpt oder mehr → stärkere Nahkorrektur erforderlich
Je höher dieser Wert ist, desto schwieriger wird es, kleine Texte oder Details ohne Unterstützung durch eine Sehhilfe klar zu erkennen.
Jetzt Beratungstermin sichern
Ihr erster Schritt zu klarer Sicht!
Lassen Sie Ihre Alterssichtigkeit hinter sich. Im kostenfreien Beratungstermin für Ihre Laser- oder Linsen-OP stellen wir Ihre Eignung fest und beantworten alle Fragen. Wir erwarten Sie in unseren top ausgestatteten Praxisräumen in Düsseldorf.
Wann ist also der beste Zeitpunkt für die Behandlung von Alterssichtigkeit?
Der beste Zeitpunkt für eine Behandlung der Alterssichtigkeit (Presbyopie) mit einer Laser- oder Linsenoperation hängt von mehreren Faktoren ab, insbesondere vom Alter, vom Sehprofil und den individuellen Ansprüchen an die Nah- und Fernsicht.
Presbyopie tritt praktisch bei allen Menschen ab einem gewissen Alter auf – beginnend meist zwischen 40 und 45 Jahren. Dies geschieht unabhängig davon, ob zuvor eine andere Fehlsichtigkeit bestand. Da der Prozess schleichend fortschreitet, wird die Sehschwäche oft erst nach ein paar Jahren bemerkt.
Studien zeigen darüber hinaus, dass reine Presbyopie ohne Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung oder Katarakt bei etwa 10–20 % der Menschen mittleren Alters auftritt (Quelle: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1367048424000493).
Bei den meisten Menschen existiert also schon lange vor einer diagnostizierten Alterssichtigkeit mindestens eine leichte Fehlsichtigkeit. Diese verstärkt die Auswirkungen der Presbyopie oder beeinflusst den Zeitpunkt, ab dem eine Lesebrille nötig wird.
Fassen wir die verschiedenen Einflussfaktoren für den besten Zeitpunkt kurz zusammen:
Alter und Stabilität der Presbyopie
Beginn der Alterssichtigkeit: In der Regel bemerken unsere Patienten zwischen 40 und 45 Jahren erste Schwierigkeiten beim Nah sehen.
Stabile Presbyopie: Eine Laser- oder Linsenbehandlung ist meist dann sinnvoll, wenn die Nahsehschwäche stabil ist – also keine großen Veränderungen mehr im Verlauf von mehreren Jahren auftreten. Diese Stabilität erreichen Patienten meist mit etwa 45 Jahren.
Medizinische Voraussetzungen
Stabile Augengesundheit: Es dürfen keine unkontrollierte Glaukomerkrankung oder Hornhauterkrankungen vorliegen.
Ausreichende Hornhautdicke ist bei Laserbehandlungen Voraussetzung. Auch Netzhaut und Tränenfilm müssen für das geplante Verfahren geeignet sein.
Bei beginnendem Grauen Star (Katarakt) kann eine gleichzeitige Behandlung sinnvoll sein. Die natürliche Linse wird frühzeitig ersetzt und die Alterssichtigkeit korrigiert.
Der ideale Zeitpunkt ist sehr folglich individuell. Doch wenn die Nahsehprobleme den Alltag spürbar einschränken und die Augen gesund sind, empfehlen wir in der Regel aktiv zu werden. Für viele Patienten liegt dieser Zeitraum zwischen 45 und 60 Jahren, abhängig von vorherigen Fehlsichtigkeiten und Lebensstil.
Jetzt Beratungstermin sichern
Für einen Alltag ohne Lese- oder Gleitsichtbrille
Lassen Sie Ihre Alterssichtigkeit hinter sich. Im kostenfreien Beratungstermin für Ihre Laser- oder Linsen-OP stellen wir Ihre Eignung fest und beantworten alle Fragen. Wir erwarten Sie in unseren top ausgestatteten Praxisräumen in Düsseldorf.
OP- und Korrekturoptionen bei Alterssichtigkeit
Moderne Methoden in der refraktiven Chirurgie ermöglichen die dauerhafte Korrektur von Alterssichtigkeit. Auch implantierbare Linsen oder ein Linsenaustausch kommen in Frage, die die Brechkraft im Inneren des Auges korrigieren.
Methode 1: Augen lasern mit PRESBYOND®
Mit PRESBYOND® bieten wir bei Augenlasern Düsseldorf eine ausgezeichnete Lösung für die Korrektur der typischen Sehschwächen – in nur einem Eingriff.
Mit der Laser Blended Vision-Technologie werden Alterssichtigkeit (Presbyopie), Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung individuell behandelt. Dabei bleibt die natürliche Linse erhalten, während das Auge so optimiert wird, dass ein nahtloser Übergang zwischen Nah-, Fern- und Zwischenbereichen entsteht. Durch diese präzise, ambulante Laserbehandlung können Patienten schnell wieder klare Sicht in allen Entfernungen genießen – oft ganz ohne Brille oder Kontaktlinsen.
Der Eingriff ist gewebeschonend, schmerzarm. Unsere erfahrenen Fachärzte beraten Sie gerne im Vorfeld und begleiten Ihren Weg zu besserer Sicht – inklusive individueller Nachsorge.
Methode 2: Refraktiver Linsentausch (RLE)
Der refraktive Linsentausch (RLE) ist eine bewährte minimalinvasive Methode, um Alterssichtigkeit (Presbyopie) gezielt zu korrigieren und bei Bedarf gleichzeitig bestehende Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung auszugleichen.
Die Methode des Linsentauschs ist besonders bei gleichzeitig beginnendem Grauen Star (Katarakt) zu empfehlen, weil die natürliche (getrübte) Linse des Auges durch eine präzise berechnete multifokale oder monofokale Kunstlinse ersetzt wird. Die neue Linse stellt die optimale Brechkraft wieder her, sodass klare Sicht in Nah-, Fern- und Zwischenbereichen möglich ist.
Der refraktive Linsentausch bietet eine dauerhafte, sichere und flexible Lösung für Patienten, die mehrere Sehschwächen gleichzeitig korrigieren möchten, insbesondere bei fortgeschrittener, stabiler Alterssichtigkeit.
Methode 3: Phake Intraokularlinsen (ICL / EVO-Implantate)
Die phake Intraokularlinse (ICL / EVO-Implantate) ist eine weitere minimalinvasive Lösung, um Alterssichtigkeit (Presbyopie), Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung zu korrigieren – und bei beginnendem Grauen Star als Ergänzung eingesetzt zu werden.
Hier wird eine dünne, flexible Kunstlinse vor der natürlichen Linse ins Auge eingesetzt. Sie ergänzt die Brechkraft des Auges optimal, sodass Nah-, Fern- und Zwischenbereiche wieder klar sichtbar sind.
Für Patienten, die mehrere Sehschwächen gleichzeitig korrigieren möchten – einschließlich beginnender Trübungen durch den Grauen Star – bieten phake Intraokularlinsen eine dauerhafte, sichere und flexible Alternative, wenn Laser oder reine Brillenkorrektur nicht ausreichen.
Darum ist eine Behandlung bei mehreren Fehlsichtigkeiten im fortgeschrittenen Alter sinnvoll
Mit zunehmendem Alter treten häufig verschiedene Sehschwächen sowie Linsentrübungen (Grauer Star) gleichzeitig auf. Für Betroffene bedeutet das: Alltagstätigkeiten wie Lesen, Computerarbeit oder Autofahren werden zunehmend erschwert.
Brillen oder Kontaktlinsen korrigieren oft nicht alle Probleme und das Wechseln und auch Verwechseln der Brillen wird zunehmend zum Ärgernis.
Seit moderne Laser- oder Linsenoperationen mehrere Sehschwächen in einem Eingriff korrigieren können, muss das nicht mehr sein. Nach einer erfolgreichen Behandlung profitieren Patienten von
- schneller Sehverbesserung, oft unmittelbar nach dem Eingriff,
- klarer Sicht in allen Entfernungen – Nah, Fern und Zwischenbereich und
- reduzierter Abhängigkeit von Brillen oder Kontaktlinsen.
Für Patienten mit mehreren Fehlsichtigkeiten kann eine solche kombinierte Behandlung die Lebensqualität deutlich erhöhen und die täglichen visuellen Einschränkungen dauerhaft minimieren.
Sehr gerne informieren wir Sie in einem kostenfreien Beratungsgespräch über Ihre Optionen zu einem neuen Lebensgefühl und einem Alltag ohne Brille.
Augenlasern und Linsenoperationen
Vereinbaren Sie Ihre unverbindliche Erstberatung
Informieren Sie sich über die Behandlungsmethoden, die in unserer Klinik angeboten werden. Vereinbaren Sie Ihren Termin jetzt.
Haben Sie noch Fragen?